Dessous, Bikini und Co richtig waschen

Die Sommertage sind die schönsten im Jahr. Doch unsere Dessous, Bikinis und Badeanzüge haben nicht viel zu lachen, denn es  ist die Zeit, in der sie besonders beansprucht werden. Die unserem erhitzten Körper am nächsten liegenden Teile leiden unter Sonnencreme, Salzwasser,Chlor und nicht zuletzt die Sonne selbst strapaziert das Material. Umso wichtiger ist die richtige Pflege, die für hygienische Reinheit sorgt und Bakterien den Garaus macht, dabei das Material aber schont und pflegt.

Hier verraten wir euch, wie ihr eure Wäsche am besten wascht, damit ihr lange Freude daran habt.

Waschen, wie oft?

Höschen solltet ihr jeden Tag wechseln und am besten direkt nach dem Tragen waschen, um zu verhindern, dass sich Bakterien bilden oder der Schmutz tief in den Fasern festsetzt.

BHs und Bikini Tops für große Cups sind aufgrund ihrer Stützfunktion, des Materials und der vielen Teile, aus denen sie bestehen, ganz besondere Wäschestücke, die nach einer Sonderbehandlung lechzen.

In der kühleren Jahreszeit könnt ihr eure BHs bis zu zwei Tage anziehen. Um das Material zu schonen, zieht das gute Stück am besten nicht an zwei aufeinander folgenden Tagen an, sondern tragt zwischendurch einen anderen BH. Wenn ihr schwitzt oder Sport getrieben habt, solltet ihr die Teile direkt nach dem Tragen waschen.

Wir empfehlen bei Bademode direkt nach dem Schwimmen in Chlor- oder Salzwasser, den Badeanzug oder Bikini gleich mit klarem Wasser auszuspülen und nicht an der prallen Sonne trocknen zu lassen.

Trennen

Wäsche ist nicht gleich Wäsche und viele Dessous sind nicht für die Maschinenwäsche geeignet. Am besten sortiert ihr eure Wäsche nach Material und Farbe.

Socken und Höschen bestehen meist aus Baumwolle, sie eignen sich in der Regel für die Maschinenwäsche. Trennt am besten auch weiße und Buntwäsche.

Der Wäschesack

Unentbehrlich für die Maschinenwäsche ist ein Wäschesack. Er schützt den Stoff vor Beschädigungen durch Reibung und davor, dass bei starkem Schleudern ein Formbügel bricht, sich verformt oder gar löst und sich in der Maschine verkeilt. Denn das bedeutet nicht nur, sich vom geliebten BH oder Bikini Top verabschieden muss, sondern im schlimmsten Fall auch von der Waschmaschine.

Empfindliche Stücke

Zarte Dessous aus Spitze, Seide oder Kunstfaser wie Polyester und Elasthan solltet ihr nicht in der Maschine waschen. Das gilt auch für Stücke mit kleinteiligen Applikationen wie Pailletten und Strasssteinchen. Ideal ist in diesem Fall die Handwäsche.

Handwäsche: So gehts:

  1. Eine Plastikwanne oder das Waschbecken mit handwarmen Wasser füllen
  2. Das Wasser sollte nicht zu heiß sein, 30° sind optimal
  3. Ideal ist ein Fein- oder Wollwaschmittel, das ihr gering dosiert darin auflöst
  4. Habt ihr die Wäsche nach Farben sortiert, weicht zuerst die weißen Stücke, dann die bunten
  5. Hakt die BH-Verschlüsse ineinander und dreht sie auf keinen Fall die Schalen nach innen
  6. Weicht die Textilien nun kurz ein und bewegt sie sanft hin und her, achtet darauf, dass ihr die Wäsche nicht auswringt oder verdreht
  7. Nach ca. 5 Minuten könnt ihr die Kleidungsstücke herausnehmen
  8. Füllt den Behälter oder die Wanne erneut mit handwarmen Wasser und spült das Waschmittel sanft aber vollständig aus dem Gewebe
  9. Auch beim Spülen solltet ihr auf die Trennung von weißer und Buntwäsche achten
  10. Zuletzt drückt ihr sanft das Wasser heraus ohne die Textilien zu zerknittern

Handwäsche in der Maschine – Worauf ihr achten müsst:

Manche Maschinen bieten ein eigenes Handwäscheprogramm an. Auch hier gibt es ein paar Dinge zu beachten:

  • Verwendet auch hier Fein- oder Wollwaschmittel
  • Verzichtet auf Bleichmittel, Fleckenentferner oder Chlorzusätze
  • Verwendet unbedingt einen Wäschesack
  • Wascht die Stücke nach Farben getrennt (Dunkel und Hell)
  • Befüllt die Maschine höchstens zu einem Viertel, damit die Teile nicht aneinander reiben und gut gereinigt werden

Trocknen, aber wie?

Die Wäsche ist nun sauber. Jetzt gehts ab damit in den Trockner? Keine gute Idee. Textilien aus feinen Stoffen, wie Seide, Elasthan und Polyester haben nichts im Trockner zu suchen.

Sie können einlaufen und die Wärme kann nachhaltige Schäden an den Fasern verursachen. Das kann zur Folge haben, dass die Elastizität des Stoffs verloren geht und er ausbeult. Fast alle Dessous und Bademoden enthalten Elasthan. Dies wird durch die Hitze im Trockner stark belastet und auf Dauer zerstört.

Am besten trocknet ihr eure BHs, Bikinis und Badeanzüge liegend, ausgebreitet auf einem Handtuch auf einem Wäscheständer. Sorgt dafür, dass die Stücke keiner starken Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, denn auch die Sonne kann dazu führen, dass das Material ausleiert. Gleiches gilt auch für das Trocknen auf der Heizung.

Bei Bügel-BHs und Bügel-Bikini Tops kann sich das Material des Bügeltunnels durch die Wärme zusammenziehen. Das kann dazu führen, dass der Metallbügel am Stoff reibt und sich in der Folge durch den Stoff durchbohrt.

Der Trick: Zieht vorsichtig an den beiden Enden des Bügeltunnels und dehnt ihn, wenn der BH frisch gewaschen und noch feucht ist. So verhindert ihr sein Einlaufen.

Auch die Cups von Schalen-BHs oder wattierten BHs könnt ihr in feuchtem Zustand vorsichtig dehnen und sie wieder in Form bringen. Achtet darauf, dass der Cup nicht in die falsche richtig eingedrückt wird. Das kann Schäden am Material wie etwa Dellen verursachen.

Im Zweifelsfall? Pflegeetikett

All deine Miracle Woman Dessous und Bademoden sind mit Pflegeetiketten ausgestattet. Solltest du dir also unsicher sein, wie du sie am besten wäschst oder trocknest, dann lohnt der Blick aufs Etikett.

  • Die Hand in einem Behälter mit Wasser bedeutet: Handwäsche
  • Ein durchgestrichenes Dreieck: Bleichen nicht erlaubt
  • Ein durchgestrichener Kreis in einem Rechteck bedeutet: Nicht im Trockner trocknen
  • Ein durchgestrichenes Bügeleisen: Nicht bügeln; Bügeleisen mit Punkt: Bügeln mit geringer Temperatur
  • Ein durchgestrichener Kreis: Nicht chemisch reinigen
  • Mehr Infos findet ihr auch hier:https://de.wikipedia.org/wiki/Textilpflegesymbol
Pflegehinweis an Dessous
Pflegehinweis an Etikett

Weichspüler? Hände weg!

Die Sportlerinnen unter euch wissen es vielleicht. Funktionswäsche wie Sportkleidung darf auf keinen Fall mit Weichspüler gewaschen werden, da sie ihre Saugfähigkeit und Atmungsaktivität verliert.

Warum ist das so? Weichspüler legt sich wie ein Film auf die Textilfasern und verhindert so, dass Luft hinein und Feuchtigkeit entweichen kann. Der Schweiß kann nicht mehr abgegeben werden und die Kleidung wird nass.

Das gilt auch für Dessous, insbesondere für Sport-BHs und Spacer BHs, und Badebekleidung. Der Weichspüler ist sozusagen der natürliche Feind von Elasthan und anderen synthetischen Stoffen wie weicher Mircofaser. Er zerstört die Kunstfasern, die Stoffe bekommen Dellen, beulen aus und verlieren ihre Elastizität.

Hausmittel Essig

Wollt ihr nicht auf den Weichspüler verzichten? Dann ist Essig eine tolle und natürliche Alternative, denn er lässt die Wäsche weicher werden. Keine Bange, der typische Geruch verfliegt beim Trocknen. Essig kann aber noch viel mehr: Er desinfiziert, entfernt Flecken, wie zum Beispiel Blut, schonend und schützt gleichzeitig die Farben.

Essigbad: Habt ihr ein neues Stück, das noch etwas Farbe verliert, dann hilft dieser Trick: Gebt einen Spritzer Essig ins Waschbecken, das ihr mit lauwarmen Wasser gefüllt habt. Legt das Wäschestück für einige Minuten hinein. Spült es im Anschluss gründlich aus und weicht es dann in kaltem Wasser und etwas Waschmittel ein. Das Essigbad fixiert die Farben und erhält deren Strahlkraft.

In diesem Sinne wünsche ich allen Zauberfrauen einen strahlenden Sommerauftritt!

Eure Renata

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