Pink Ribbon Month – warum die rosa Schleife?

Jedes Jahr sieht man im Oktober scheinbar überall die rosa Schleife. Klar, die rote Schleife kennen wir mittlerweile, sie soll an HIV und AIDS erinnern und steht für die Solidarität, die wir mit den Infizierten und den Opfern empfinden. Doch was bedeutet nun die rosa Schleife?

rosa Schleife
Die rosa Schleife ist überall!

Ähnlich wie die rote Schleife steht die Rosafarbene für eine Krankheit und deren Risiko: Brustkrebs. Statistisch gesehen wird eine von acht Frauen in ihrem Leben an Brustkrebs erkranken. Jährlich sind das weltweit etwa 1,5 Millionen neuer Fälle von Brustkrebs. Es ist also gar nicht so unwahrscheinlich, dass man selbst oder eine Freundin, Verwandte oder Bekannte irgendwann einen Knoten ertastet.

 

Wie kommt es zu einer Erkrankung?

Circa 5% aller Brustkrebserkrankungen sind erblich bedingt. Wenn also Mutter, Großmutter oder die Schwester bereits einen bösartigen Tumor in ihrer Brust hatte, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man selbst auch einen bekommen könnte.

Zusätzlich haben Studien herausgefunden, dass Linkshänderinnen ein doppelt so hohes Risiko haben, vor den Wechseljahren noch an Brustkrebs zu erkranken, als Rechtshänderinnen. Es gibt jedoch auch weitere Faktoren, die Brustkrebs beeinflussen. Deutlich übergewichtige Frauen erkranken nämlich zweieinhalbmal so häufig wie Frauen mit Normalgewicht an Brustkrebs. Das Risiko starker Raucherinnen an Krebs zu erkranken ist sogar um 30% erhöht, genauso Frauen, die viel Alkohol trinken. Ebenso sind Frauen, die einen Bewegungsmangel haben um 25% häufiger betroffen, als Frauen, die regelmäßig Sport treiben.

Wie kann ich mein Risiko eingrenzen?

Eine gesunde Ernährung, sowie der Verzicht auf Zigaretten und Alkohol beeinflussen die Gesundheit positiv. Außerdem sollte genügend Sport getrieben werden und ein Mangel an Vitamin D und Sonnenstrahlen ausgeglichen werden. Auch Massagen verbessern das Gewebe der Brust, dies könnt ihr aber hier noch mal nachlesen.

Auch regelmäßiges Abtasten, sowie Kontrollen beim Frauenarzt unterstützen die Gesundheit, denn selbst wenn ein Knoten ertastet wird, ist das Ergebnis sämtlicher Therapien weitaus positiver, wenn der Tumor früh ertastet wird.

Doch wie kam es denn nun zur rosa Schleife?

Die Amerikanerin Charlotte Hayley, die selbst in den Achtzigern gegen Brustkrebs kämpfte, kam auf die Idee einer pfirsichfarbenen Schleife. Diese heftete sie an Postkarten mit der Aufschrift „Das nationale Krebsinstitut hat jährlich ein Budget von 1,8 Millionen US Dollar und nur 5% davon werden in die Krebsprävention investiert. Helfen Sie uns, unsere Gesetzgeber wachzurütteln, indem Sie diese Schleife tragen!“ 1992 wurde die Herausgeberin des Self Magazines darauf aufmerksam und wollte eine Extraausgabe dazu herausbringen. Hayley war jedoch gegen eine Kommerzialisierung ihrer Aktion und weigerte sich, die Rechte an ihrer pfirsichfarbenen Schleife herzugeben. Das Self Magazine wollte die Aktion allerdings unbedingt umsetzen und entschied sich dazu, eine rosa Schleife zu verwenden, denn die rosa Farbe steht in westlichen Ländern für Weiblichkeit. Über die Jahre hinweg wurde die Aktion immer größer und viele Unternehmen schlossen sich an, sodass auch wir in Europa jährlich im Oktober die rosa Schleife anheften.

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